Am Rand der Nacht – von oben gesehen
Ein schmaler Horizont leuchtet – blasses Gelb geht in Indigo über. Darunter zeichnet ein Netz aus Lichtern Spuren menschlicher Gegenwart in die Landschaft.

Ein schmaler Horizont leuchtet – blasses Gelb geht in Indigo über. Darunter zeichnet ein Netz aus Lichtern Spuren menschlicher Gegenwart in die Landschaft. Die hellste Ansammlung markiert das Herz einer Stadt; die übrigen Lichter verblassen nach außen hin, verstreut wie herabfallende Glut.
Die obere Bildhälfte besteht fast nur aus Dunkelheit, einem Raum, der endlos wirkt. Die untere Hälfte vibriert in zarten Mustern; Straßen und Ortschaften sind unter dem immer tieferen Blau kaum noch zu erkennen.
Was als einfacher Blick aus der Luft beginnt, wird zu etwas Abstrakterem. Die Welt dort unten wirkt wie eine Miniatur, die Farben vermitteln eher Gefühle als Wirklichkeit. Zwischen dem schwindenden Tag und der wartenden Nacht hält das Foto einen einzigen stillen Atemzug fest.
In der Ausstellung Werk 277 von 363
Die Maßstäbe der Zeit
Nach Einbruch der Dunkelheit
Bevor wir die Welt erklären
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