Die lebendige Erde unter einem stillen Himmel

Ein Erdhügel mit ausgeprägter Oberflächenstruktur unter einem weiten blauen Himmel lädt zum stillen Nachdenken über Erde und Zeit ein.

Ein rauer, von Rillen durchzogener Erdhügel ragt in einen klaren blauen Himmel.

Dieses Bild zieht einen in seinen Bann. Es hält die raue, ungeschliffene Schönheit der Erde fest, die über lange Zeit geformt wurde. Ein Hügel verharrt atmend unter einem weiten blauen Himmel. Seine Oberfläche wirkt lebendig, mit verdichteten Schichten aus Ton und Stein, über unzählige Jahre hinweg von der Hitze gehärtet. Man kann den Boden unter den Füßen beinahe spüren, den Schlamm, der im warmen Licht der Morgendämmerung langsam fest wird.

Der Ort wirkt uralt und greifbar. Hier gibt es keine Pflanzen, nur das sanfte Atmen der Erde. Das harte Licht legt jede Falte und jeden Riss frei und erzählt davon, wie das Land entstand und wie es überdauert hat. Das Leben scheint hier zur Seite getreten zu sein, damit das Land seine Geschichte erzählen kann. Die unebene Erde und der endlose Himmel darüber schaffen eine Art stiller Symmetrie, als schwebe die Welt irgendwo zwischen Bewegung und Ruhe.


Doch in diesem Bild geht es um mehr als um Steine oder Erde. Es gleicht auch einer stillen Meditation über den Ursprung der Dinge. Der Hügel erhebt sich nicht mit plötzlicher Gewalt, sondern mit Geduld. Er soll andeuten, dass die Erde unablässig im Wandel ist, „auch wenn wir es nicht immer sehen“. Die Erde verlagert sich allmählich, bewegt sich unter ihrer Hülle ganz langsam, Stück für Stück, und ihre Seele liegt in jeder Schicht aus Boden und Gestein.

In der Ausstellung Werk 196 von 363

Die Maßstäbe der Zeit

Land ohne uns

Bevor wir die Welt erklären

Dieses Foto in der Ausstellung ansehen